Information
Die AG/R richtet sich vorrangig an Menschen ab dem 65. Lebensjahr, deren Selbstständigkeit im Alltag durch akute Erkrankungen, Multimorbidität oder längere Krankenhausaufenthalte eingeschränkt ist.
Ziel ist es, Pflegebedürftigkeit zu reduzieren und die Rückkehr in das gewohnte Umfeld zu ermöglichen.
Die Akutgeriatrie/Remobilisation (AG/R) ist im Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG) definiert als eine fächerübergreifende Primärversorgung direkt aufgenommener geriatrischer Patientinnen und Patienten sowie als Weiterführung der Behandlung akut erkrankter geriatrischer Patientinnen und Patienten aus anderen Abteilungen.
Die Versorgung erfolgt durch ein geriatrisch qualifiziertes, multiprofessionelles Team und umfasst ein mehrdimensionales Behandlungs- und Betreuungsangebot, das pflegerische, medizinische, funktionelle, psychische, kognitive und soziale Aspekte berücksichtigt.
Behandlungsziele
Die Behandlungsziele der AG/R umfassen insbesondere:
- Weiterbehandlung einer akuten Erkrankung
- nach orthopädischen, unfallchirurgischen oder chirurgischen Eingriffen oder
- nach internistischen oder neurologischen Erkrankungen
- Wiederherstellung und Erhaltung einer möglichst selbstständigen Lebensführung
- Vermeidung weiterer Funktionsverluste
- Steigerung der Lebensqualität
- Reintegration in das gewohnte soziale Umfeld
- Herstellung der Rehabilitationsfähigkeit bei anschließender Rehabilitation
Zuweisung
Eine Zuweisung zur AG/R kann erfolgen:
- im Rahmen eines laufenden Krankenhausaufenthaltes aufgrund eines Akutereignisses durch das Entlassungsmanagement oder
- präventiv aus der häuslichen Pflege über die betreuenden Haus- bzw. FachärztInnen oder Community Nurses
Aufenthaltsdauer
Die Aufenthaltsdauer beträgt in der Regel 21 Tage.
Eine Verlängerung oder Verkürzung ist im Einzelfall abhängig von:
- den klinischen Erfordernissen
- dem Therapieverlauf
- dem Erreichen der definierten Behandlungsziele
Multiprofessionelles Team
Das multiprofessionelle Team besteht aus:
- geriatrisch geschultem Pflegepersonal
- Ärztinnen und Ärzten (GeriaterInnen)
- Physiotherapeutinnen und -therapeuten
- Ergotherapeutinnen und -therapeuten
- Sozialarbeiterinnen und -arbeiter
- Psychologinnen und Psychologen
- Diätologinnen und Diätologen
- Logopädinnen und Logopäden
Therapieangebot
Das Therapieangebot umfasst:
- individuell angepasste Einzeltherapien
- Gruppentherapien
- Wasch- und Anziehtrainings
- Frühstückstrainings
- Mobilisierungs- und Gangtrainings
- Feinmotorik- und funktionelle Trainings
Ein Musiknachmittag mit Kaffee und Kuchen bildet jeden Freitag den Abschluss der Therapiewoche.
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt mittels Antragsformulars, das entweder persönlich im Klinikum abgegeben oder per eingeschriebener Briefsendung an das Landesklinikum Stockerau, Abteilung Akutgeriatrie/Remobilisation, Landstraße 18, 2000 Stockerau übermittelt werden kann.
E-Mail an agr@stockerau.lknoe.at
Download Anmeldeformular und Informationsschreiben
Bitte geben Sie unter „Therapieziel“ die Zielsetzung des Aufenthalts möglichst konkret an (z. B. Verlängerung der Gehstrecke um x Meter, selbstständige Mobilität mit Gehhilfen, Bewältigung von Stufen, selbstständiger Transfer).
Erforderliche Unterlagen
Bitte übermitteln Sie gemeinsam mit dem vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Anmeldeformular:
- eine aktuelle Medikationsliste
- vorhandene Dokumentationen bereits durchgeführter Therapien (Physio- und Ergotherapie Logopädie)
- den letzten ärztlichen Entlassungs- bzw. Befundbericht
⚠️ Es können ausschließlich vollständig ausgefüllte und unterschriebene Formulare bearbeitet werden.
Rückmeldung und Aufnahmeentscheidung
Wir werden nach Einlangen Ihrer Anmeldung zeitnah mit Ihnen bzw. der genannten Vertrauensperson Kontakt aufnehmen. Nach Prüfung der vorliegenden Kriterien werden Sie über einen möglichen Aufnahmetermin informiert.
Die Letztentscheidung bzgl. einer Aufnahme trifft das multiprofessionelle Team gemeinsam.
Wir weisen darauf hin, dass der geplante Aufenthalt vorzeitig beendet bzw. der Patient/die Patientin an die zuweisende Einrichtung zurücktransferiert wird, sollte der Patient/die Patientin im Zuge der Aufnahme nicht den angegebenen Kriterien entsprechen.